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Jo Reichertz, Arne Niederbacher, Gerd Möll, Ronald Hitzler
Erwartungsräume
Spielkultur in großen und kleinen Spielhallen
Spielkulturen werden nicht allein von den Akteuren geschaffen, sondern auch maßgeblich von dem Raum, in dem die Akteure agieren: Der Raum gibt Nutzungen und Wege vor und schafft auf diese Weise die Rahmenbedingungen für die Kultur. Der Raum ist die Ordnung, welche die Akteure vorfinden und sich dann eigenständig aneignen (müssen). Im Rahmen einer ersten Studie zur Kultur der Spielhallen wurde zwar auf die Bedeutung des Raums eingegangen (und dieses Buch greift mitunter auf die dort gewonnenen Erkenntnisse zurück), allerdings nur mit dem Fokus auf eine Zweiteilung im Sinne von 'Alt' und 'Neu'. Obwohl das sowohl im Feld als auch für die sozialwissenschaftliche Analyse eine relevante Unterscheidung ist, bleibt die Raumgröße und deren sich aus der Größe ergebende Vorstrukturierung der Spielkultur durch den Raum (spacing) dergestalt unterbelichtet. Der Raum bzw. die Raumgröße ist für die Kultur des Spielens von großer Bedeutung. Daher ist es verwunderlich, dass er bislang oft unbeachtet geblieben ist. Diese Leerstelle möchte die vorliegende Studie schließen.
108 Seiten, gebunden, 20,95 Euro, ISBN 978-3-939556-26-8
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Anja Ohmer
Ludwig Tieck
Romantische Ironie und absolute Kunst
Ludwig Tieck ist der spannendste und vielseitigste Erzähler und Dramatiker der Frühromantik. Darüber hinaus prägt und erweitert er mit seinem Werk und seinen theoretischen Reflexionen die Auffassung von Kunst und Künstlertum seiner Zeit. Dabei betrachtet er die ästhetische Sphäre als ‚autonomes Reich’ und strebt die Freiheit vom klassischen Kunstideal in formaler und moralischer Hinsicht an. Sein Ziel ist die tendenziell gegenstandslose und gestaltlose Kunst, die er für alle Künste erhofft, vor allem unter dem Vorzeichen der Musik und des Gefühls und einer wie auch immer auf die Totalität der Welt und damit auf die absolute Transzendenz verweisenden Kunst, wie sie Friedrich Schlegel mit dem schillernden Namen „Arabeske“ oder eben „absolute Kunst „ bezeichnet. So kommt es zu dem Begriffspaar „Ironie und absolute Kunst“, das aber als verwandt ausgewiesen werden soll. Ironie als Weg der Autonomisierung und Transzendierung bildet eine Basis, von der aus die komplexe und paradoxe Ästhetik des frühen Tieck erfasst wird.Die Arbeit analysiert ausgewählte Schriften Tiecks unter den beiden Hauptaspekten, um sie mit theoretischen Texten und Gemälden aus Tiecks Umkreis zu vergleichen. Die Ebenen des künstlerischen Vollzugs und der ästhetischen Reflexion werden darin unterschieden und in ihrem Wechselbezug erläutert; die tatsächlich gemalten Bilder treten hinzu.
180 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-939556-22-0
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Wolfang Boochs
Echnaton und Moses
Monotheismus und Aussatz
“Wenn Moses ein Ägypter war, und wenn er den Juden seine eigene Religion übermittelte, so war es die des Echnaton, die Aton Religion, die erste monotheistische Religion der Menschen”, so lautet die Kernaussage Sigmunds Freuds in seinem Spätwerk “Der Mann Moses und die monotheistische Religion.”Während die Existenz Echnatons historisch belegbar ist, halten moderne israelische Archäologen wie Finkelstein und Silberman die Existenz Moses und seine Exodusgeschichte für eine Legende. In diese sind wahrscheinlich altägyptische Quellen wie z.B. die Geschichte Manethos von Osarsiph(Echnaton bzw. Moses) und die Hyksosgeschichte eingeflossen.
160 Seiten, 15 Euro, ISBN 978-3939556-23-7
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Oliver Bidlo
Profiling
Im Fluss der Zeichen
Der Begriff des Profilings ist schillernd und weckt eine Reihe von Assoziationen. Nicht erst seit den unterschiedlichen Fernsehserien ist der Begriff in aller Munde. Beschaut man das Profiling genauer, zeigt sich, dass die Menschen im Alltag selbst regelmäßig zu Profilern werden. Denn unsere Welt ist eine Welt aus Zeichen, die uns umgeben und die latent und manifest auf uns wirken. Das vorliegende Buch möchte sich über Begriffe wie Semiotik und Hermeneutik dem Feld des Profilings nähern, es zeigt, wie man Spuren entdecken und lesen kann und möchte Zusammenhänge zwischen dem kriminalistischen “Profiling” – der Operativen Fallanalyse – und dem Profilieren des Alltags aufzeigen. Hierfür werden dem Leser einige Methoden und Praktiken an die Hand gegeben. Mit einem Vorwort von Harald Dern, Fallanalytiker des BKA.
144 Seiten, 15 Euro, ISBN 978-3939556-21-3
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Oliver Bidlo
Tattoo -
Die Einschreibung des Anderen
Wenn man sich gedanklich dem Thema Tattoo zuwendet, werden schnell verschiedene Bedeutungsdimensionen dieses Phänomens deutlich. Man kann über eine historische oder gesellschaftliche Gegenwartsanalyse nachdenken, über die Frage, warum Menschen sich tätowieren lassen, warum Menschen zum Tätowierer werden oder welche ästhetischen Aspekte das Thema Tattoo beinhaltet. Schaut man dann fokussierter auf den Vorgang des Tätowierens, fällt der Blick zuerst auf das Medium des Tattoos, die Leinwand, die es ein Leben lang beherbergen wird, die Haut. Darüber hinaus ist der zeichenhafte Vorgang des Tätowierens eingelassen in eine besondere soziale Situation, die sich zwischen dem Tätowierer und seinen Kunden abspielt, ist das Tätowieren selbst ein zeichenbehafteter Prozess. Wie aber hängen das Tattoo und das Tätowieren zusammen? Stehen sie nur in einem Produktionsverhältnis, in welchem dann das ästhetische Produkt des Tattoos als Ergebnis steht?
Das Tattoo ist eine Immobilie.
Das Tattoo ist ein theatrales Zeichen.
Das Tattoo ist ein Standpunkt und Anker.
Das Tattoo ist konservativ.
Das Tattoo ist beheimatet in einer Zwischenwelt.
Gespräch mit dem Autor im Deutschlandfunk:
http://podster.de/episode/1713446
104 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3-939556-17-6
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Ulrich Leifeld, Claudia Wieland
Himmlisch schlafen
Ein Ratgeber rund um gesunden Schlaf
Himmlisch Schlafen – wie geht das überhaupt? Und warum ist es so wichtig für uns Menschen? Im „Jahr des guten Schlafs 2010“, einer Aktion des Fachverbands Matratzen-Industrie e.V. und seiner Partner, steht ein Ziel im Vordergrund: Bewusstsein dafür zu wecken, wie wichtig guter Schlaf ist und wie eng er mit Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit am Tage verbunden ist. Doch für viele Menschen ist es gar nicht so einfach, den ersehnten Schlaf zu finden, aus dem sie am Morgen frisch und erholt erwachen. Äußere Einflüsse, handfeste Schlafstörungen, aber auch Probleme bei der Wahl der geeigneten Schlafprodukte können uns da leicht einen Strich durch die Rechnung machen. Hier sollen die Leser konkrete und unabhängige Hilfestellung erhalten, wie sie ihre Schlafqualität optimieren können. Gleichzeitig gibt es viel spannendes, wissenswertes oder auch kurioses über einen Teil unseres Lebens zu entdecken, der rund ein Drittel unserer Lebenszeit einnimmt – den Schlaf!
108 Seiten vollfarbig, 15 Euro, ISBN 978-3939556-14-5
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Oliver Bidlo
Rastlose Zeiten
Die Beschleunigung des Alltags
Was ist Zeit? Jeder, der Antwort auf diese Frage sucht, befindet sich in guter Gesellschaft. Nicht nur die großen Denker der Menschheitsgeschichte, sondern jeder nachdenkliche Mensch hat sich schon einmal mit diesem Thema auseinandergesetzt. So ist es nicht verwunderlich, dass die unterschiedlichsten und gegensätzlichsten Ansichten zum Begriff Zeit existieren. Was meinen wir, wenn wir von der Zeit sprechen? Gibt es verschiedene Zeiten oder existiert nur die eine, absolute Zeit? Welche Wissenschaft setzt sich mit dem Thema Zeit auseinander? Existiert überhaupt so etwas wie die Zeit oder ist sie nur eine Illusion, wie manche behaupten? All diese Fragen verdichten sich in einem sich in der Gegenwart ausbreitenden Gefühl: dass sich die Zeit beschleunigt, dass sie – dem Verstande zum Trotz – schneller vergeht als noch vor 30, 50 oder 100 Jahren. Und durch die Massenmedien scheint sich diese Entwicklung weiter zu beschleunigen. Diese und andere Fragen versucht das Buch dem Leser näher zu bringen und dem Gefühl der Beschleunigung der Zeit nachzuspüren.
136 Seiten, 12 Euro, ISBN 978-3939556-13-8
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Erich Steitz
Sind wir noch zu retten?
Krise und Chance des Homo sapiens im Lichte der Evolution
Die Menschheit steht vor ernsthaften Problemen. Sie ist in eine Krise geraten. Verblüfft und besorgt zugleich sind wir Zeugen einer geradezu rasanten Entwicklung in vielen Bereichen von Kultur und Zivilisation. Es sind Zweifel angebracht, ob die Menschheit zu den anstehenden Fragen eine Lösung finden wird. In dem Buch wird der Versuch unternommen, zu verdeutlichen, dass die bedrohlichen Probleme Produkte der Evolution sind und bemerkenswerter Weise von einer einzigen biologischen Art, Homo sapiens, in Gang gesetzt worden sind. Diese Feststellung erscheint einleuchtend, ist aber problembehaftet. Denn Verantwortung kann eine Art primär nicht tragen, wie auch gesellschaftlichen Institutionen,Gewerkschaften, Kirche, Staat usw. primär keine Verantwortung zukommt. Verantwortungsfähigkeit kommt nur dem einzelnen Menschen zu. So stellt sich die Frage, wie es mit Blick auf die Krise und die Wahrnehmung der Chancen zu einer Gesamtverantwortlichkeit kommen kann. Diese letztendlich alles entscheidende Problematik wird in dem Buch ausführlich diskutiert.
152 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3939556-12-1
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Patrick Peters
Von Jerusalem nach Paris
Der Heilige Gral zwischen Mythos und Literatur
Der Heilige Gral beschäftigt den Menschen seit vielen Jahrhunderten und regt seine Phantasie an. Doch woher kommt überhaupt diese Idee von einem Heiligen Gral, worin liegt sein Geheimnis, sein Mysterium, seine Anziehungskraft? Wer hat sich wie mit dem Heiligen Gral auseinandergesetzt, welche Sichtweisen gibt es? Diesen und anderen Fragen geht „Von Jerusalem nach Paris. Der Heilige Gral zwischen Mythos und Literatur“ nach und beantwortet sie. Das Buch streift außerdem die Geschichte der Kreuzzüge sowie der Tempelritter.
136 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-939556-09-1
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Erich Steitz
Kausalität und menschliche Freiheit
Kausalität bezeichnet die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, wobei einer bestimmten Ursache (in einer festen zeitlichen Richtung) immer eine bestimmte Wirkung folgt. Ein fallender Dominostein bewirkt ursächlich das Umfallen des nächsten Steines, dieser wiederum wird zur Umfallursache des darauf folgenden Steines usw. Die Anerkennung des Kausalitätsprinzips hat logisch die Konsequenz, dass die Abläufe in der Welt determiniert (vorherbestimmt) sind. Bleibt da noch Spielraum für Freiheit? Gewiss sind viele Prozesse, auch in unserem Leben, determiniert. In der Entwicklungsbiologie beispielsweise spricht man von Determination, wenn aus zunächst undifferenzierten Zellen sich solche bilden, die (oft irreversibel) für bestimmte Aufgaben festgelegt werden, wie dies etwa für Muskelzellen, Nervenzellen, Lichtsinneszellen usw. zutrifft. Würde dies in letzter Konsequenz gar bedeuten, dass jeder Gedanke und jedes fallende Blatt im Augenblick des Urknalls vorherbestimmt war?
Hauptanliegen des Buches ist es, Spielräume für menschliche Freiheit, und seien sie noch so klein, aufzuzeigen und zu begründen. Hierbei müssen massive Klötze auf dem gedanklichen Weg vom Prinzip der Kausalität bis hin zur umstrittenen Frage menschlicher Freiheit beiseite geräumt werden.
136 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-939556-08-4
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